Kinder sind wie kleine Sonnen, die auf wundersame Weise Wärme, Glück und Licht in unser Leben bringen.
Katrini Diapan-Öngider

Osteopathie während und nach der Schwangerschaft

Mit der Schwangerschaft beginnt eine ganz besondere und vor allem eine ganz besonders spannende Zeit. In den nächsten 40 Wochen wird die werdende Mutter stark wechselnden Umständen ausgesetzt sein, denn der Körper passt sich im Laufe der neun Monate mit den unterschiedlichsten Mechanismen an die neue Situation an. So haben zum Beispiel die verschiedenen Hormonausschüttungen Einfluss auf die Empfindsamkeit der Frau gegenüber äußeren und inneren Prozessen. Die körperliche Wahrnehmung verändert sich und die Schwangere nimmt Eindrücke wesentlich intensiver auf. Ängste und Sorgen beeinflussen die physische und psychische Verfassung von Mutter und Kind.

Die osteopathische Behandlung setzt sich zum Ziel die werdende Mutter während und nach der Schwangerschaft zu unterstützen.

Wohlfühlen und die körperliche Entspannung genießen

Der Schwangerschaftsverlauf ist von ganz besonderer Bedeutung für die Entwicklung des Ungeborenen. Eine unbelastete, entspannte und freudig erlebte Schwangerschaft senkt die Gefahr von Frühgeburten und Geburtskomplikationen. Doch wie entspannt sein, wenn Ängste und Sorgen um das Ungeborene, die Geburt und die Zeit danach der werdenden Mutter zusetzen?

Die Osteopathie zielt darauf ab der werdenden Mutter durch ihren tiefgreifenden Einfluss zu helfen, sich im schwangeren Körper wohler zu fühlen und den Verlauf der Schwangerschaft und Geburt so möglicherweise positiv zu beeinflussen. Neben dem mentalen Wohlbefinden braucht auch der Körper Zuwendung und Aufmerksamkeit. Eine Schwangerschaft mit ihren hormonellen Wechselbädern kann dem Körper ordentlich zusetzen.

Die Osteopathie soll unterstützend helfen, die Schwangerschaft für die werdende Mutter so angenehm wie möglich zu gestalten.

Unterstützung beim Geburtsverlauf

Bereits im letzten Trimester beginnt die osteopathische Vorbereitung auf die Geburt, die darauf abzielt, das Weichteilgewebe um Gebärmutter, Beckenboden und Zwerchfell zu mobilisieren. Das heranwachsende Kind soll aus osteopathischer Sicht so ganz natürlich mehr Bewegungsfreiheit erhalten. Am Ende aller Wachstumsprozesse soll das Kind in optimalster Weise durch das Becken der Mutter hindurch in die Welt gelangen.


Es werden Techniken eingesetzt, die darauf abzielen eine Verbesserung der Beweglichkeit des Zwerchfells und der einzelnen Wirbel zu bewirken, mit dem Ziel Spannungen im Bauchraum zu reduzieren. Die Osteopathie ergänzt in vielen Fällen die klassische Schulmedizin, ersetzt diese aber nicht.